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Wie passt eine Koalition mit #Kurz mit sozialer #Gerechtigkeit zusammen? Anhand eines Ö1 Interviews mit Sigrid Maurer soll gezeigt werden, dass das sogar sehr gut zusammen passt. Kein Lob der sozialen Gerechtigkeit! #schwarzgrün #türkisgrün

Im orf.at Artikel Handels-KV – Versammlungen sollen Verkauf stören wird die Gewerkschaft folgendermaßen zitiert:

Die Umsatz- und Gewinnentwicklung des Handels gibt eine ordentliche Gehaltserhöhung her und die Arbeitgeber sollten bedenken, dass jeder zusätzliche Euro wieder in den Inlandskonsum fließt.

Dieses Argument der Gewerkschaft soll uns mitteilen: Es läge doch im Interessen aller die Löhne zu steigern. Denn dadurch wächst die Kaufkraft und von dieser erhöhten Kaufkraft profitieren doch auch die Unternehmen. Da soll uns jedoch die Gewerkschaft das Unternehmen zeigen, welches gerne mehr Lohn zahlt um die Kaufkraft zu erhöhen. Das wäre ja im besten Falle ein Nullsummenspiel für dieses Unternehmen!

Richtig ist vielmehr: Alle Unternehmen konkurrieren um die vorhandene Kaufkraft. Alle freuen sich, wenn diese größer wird. Kein Unternehmen erhöht aber freiwillig die Löhne, die sind ja ein Abzug von Profit.

Passend auch dazu die Broschüre der Gruppen gegen Kapital und Nation mit dem Titel: Will das Kapital die Löhne immer nur senken?

Ort: soli.cafe – Schallmooser Hauptstraße 31
Datum und Zeit: Donnerstag 4. April um 19 Uhr

Eine Veranstaltung der Basisgruppe Gesellschaftskritik Salzburg (https://geskrit.wordpress.com) und Gruppen gegen Kapital und Nation (https://gegen-kapital-und-nation.org) in Kooperation mit Solidarisches Salzburg.

Was ist die EU? Friedensmacht oder ein Europa der Banken und Konzerne

Die Linke in Europa ist in ihrer Beurteilung der EU gespalten: Ist sie ein Friedensprojekt gegen nationalen Chauvinismus oder ein Europa der Banken und Konzerne?

Letzteres Urteil ist komisch, weil sich in der EU ja keine Banken und Konzerne zusammengetan haben, sondern Nationalstaaten. Sie haben sich jeweils einen nationalen Vorteil von dem Bündnis versprochen und betrachten die EU dementsprechend immer noch als Mittel für den nationalen Erfolg. Das lief nie ohne Streit ab und die bereits eingerissenen Verflechtungen der Länder miteinander, die mit der Entwicklung der EG/EU, voranschreiten, sind dabei immer als wechselseitiges Druckmittel eingesetzt worden. Das provozierte weiter Gegenwehr und der anhaltende Streit drohte das Gesamtprojekt zu schwächen. So standen die Länder immer wieder vor der Alternative: a) An die EU mehr Kompetenzen abtreten und die Gemeinschaft gegen die vielen nationalen Einzelinteressen zu stärken. Oder aber b) die vielen nationalen Einzelinteressen mehr zu berücksichtigen und dafür das Projekt rückabzuwickeln. Letzteres bedeutet dann: Auf die Stärke, die die Gemeinschaft der eigenen nationalen Position in der Welt gibt, muss ein Stück weit verzichtet werden. Diese Art und Weise, wie sich das Bündnis weiterentwickelt hat, soll anhand von Beispielen auf der Veranstaltung erklärt werden.

Fraglich ist dann aber auch die andere linke Einschätzung, nach der die EU den Frieden in Europa und in der Welt befördere. Immerhin heizt ja gerade der Widerspruch, dass Staaten die EU für ihren nationalen Erfolg benutzen wollen und dafür andere nationale Interessen in der EU klein halten wollen, den Nationalismus ordentlich an. Und wenn z.B. die Grünen in Deutschland so zur Europawahl antreten: „Wir wollen Europas Rolle in der Welt stärken und die EU wieder handlungsfähiger machen.“; ist das dann die Abwesenheit einer Großmachtphantasie?

Dass ein Europa von souveränen Vaterländern (FPÖ, AfD etc.) keine vernünftige Sache ist, ergibt sich alleine aus der Erklärung und Kritik der EU, die immerhin ein Bündnis von Staaten ist, das die nationale Größe der jeweiligen Länder in der Welt als ganzen Zweck in sich trägt. Was von der nationalen Sache also überhaupt zu halten ist, wäre allemal zu klären, bevor man sich in die falsche Alternative von mehr Nationalstaat versus mehr EU reindenkt.

Seit einiger Zeit Zeit sind wir in Österreich und Deutschland mit unserem Workshop „Kaufen gegen den Kapitalismus?!“ zur Kritik der Konsumkritik unterwegs. Neulich haben wir von Genossen eine Kritik daran erhalten, die wir für zutreffend halten und deren Inhalt wir hier darlegen möchten. Änderungen am Workshop und am Text folgen im Laufe der Zeit und werden gesondert angekündigt. Um die Kritik und ihre Folgen nachvollziehbar zu machen, werden wir den alten Text auf unserer Seite archivieren.

Wie wir den Fehler der Konsumkritiker unterstützten

Konsumkritiker betrachten die ganze Welt der Produktion und Verteilung von Gütern unter einem Gesichtspunkt: Wie kann ich den Konsum dazu einsetzen, diese Welt anders, also besser, zu gestalten? Von diesem falschen Standpunkt 1 ergeben sich verkehrte Konsequenzen:

  • Wir sehen das Profitstreben von Unternehmen als den Grund all der Übel, welche Konsumkritiker anprangern. Ihnen erscheint dieses Profitstreben jedoch als Möglichkeit mittels Kaufentscheidungen bzw. Boykotts steuernd in das Geschäft von Unternehmen eingreifen zu können. Anstatt also den Grund der ganzen Übel – das Profitstreben – abschaffen zu wollen, freuen sich Konsumkritiker über diesen Hebel, mit dem sie versuchen Unternehmen zu beeinflussen.
  • Der Lohn, den ein Lohnabhängiger vom Unternehmen erhält um täglich in die Arbeit zu kommen, wird von Konsumkritikern als Mittel für diese Eingriffe in das Verhalten von Unternehmen gesehen.
    Anstatt also den Lohn als schlechtes Mittel 2 zur Bedürfnisbefriedigung zu erkennen, wird dieser als Mittel zur Verbesserung der Welt gesehen.
  • Letzendlich wird der Konsum für Konsumkritiker zu etwas ganz anderem als das Benutzen von Dingen und Dienstleistungen. Sie sehen in ihm nur mehr ein Mittel dafür, die Welt positiv zu verändern. Dabei sollte doch der Konsum das Ergebnis einer sinnvollen – sprich an der Bedürfnisbefriedigung der Menschen ausgerichteten – Wirtschaft und nicht das Mittel zum Verhindern der allergröbsten Übel dieser Wirtschaftsform sein.

Der erste Teil unseres Workshops zeigte anhand der Produktion etwas auf: Der Lohn ist notwendigerweise gering und deswegen als Mittel der Konsumentenmacht recht schmächtig. Das stimmt auch, zeigt jedoch nicht auf, dass der Lohn gar nicht dafür da ist, als Mittel zur Gesellschaftsveränderung eingesetzt zu werden. In unserem alten Text zeigen wir nur auf, dass er dafür einfach nicht gut geeignet ist. Den Rest des Beitrags lesen »

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