You are currently browsing the tag archive for the ‘gegenStandpunkt’ tag.

Wann: Dienstag, 6. Juni 2017 um 19 Uhr
Wo: Unipark Nonntal  (Erzabt-Klotz-Straße 1, 5020 Salzburg) – Raum 1.005

Die Basisgruppe Gesellschaftskritik Salzburg in Kooperation mit der ÖH Salzburg lädt zur Buchpräsentation („Gesundheit – ein Gut und sein Preis“ des Gegenstandpunkt Verlags) und Diskussion mit der Autorin des Buches.

Mit einer Kritik am Gesundheitswesen macht man sich leicht Freunde. Kaum eine gesellschaftliche Einrichtung wird so mit Kritik bedacht wie der Medizinbetrieb: dass es allzu vielen Vertretern mehr ums Geld als um ‚ihre‘ Patienten geht, dass es ihnen an Können fehlt, dass Kassenbeiträge zu hoch sind und an Versorgungsleistungen gespart wird… Und als Gipfel der Kritik wird gefordert: Gesundheit darf keine Ware sein! Kaum ein Metier genießt gleichzeitig ein so hohes Ansehen wie das Medizinwesen, das damit befasst ist, der Gesundheit aufzuhelfen. Alle Einwände leben ja von der Hochachtung vor einer Heilkunst, nach deren Diensten ein wachsender Bedarf besteht und der die Kundschaft nie ausgeht.

Diese kritische Hochachtung vor Auftrag und Leistung des medizinischen Dienstes an der Gesundheit, ist die Sache des Buches, das im Vortrag vorgestellt werden soll, nicht. Es klagt nicht ein Mehr und Besser an heilsamen Dienstleistungen ein, sondern erklärt und kritisiert,

  • inwiefern der massenhafte Bedarf nach Gesundheit und seine Betreuung ein schlechtes Licht auf die Gesellschaft und den Dienst werfen, den die Medizin mit ihrem Ethos des Heilens und Helfens leistet;
    – woher der nie zufriedenzustellende Bedarf stammt, den das Gesundheitswesen betreut. Dass und wie nämlich das System der Marktwirtschaft die massenhaften Fälle von Krankheiten produziert, die nicht zufällig „Volksseuchen“ oder „Zivilisationskrankheiten“ heißen;
  • warum die individuellen Bemühungen, sich, soweit es Zeit, Geld und sonstige ‚private Umstände‘ zulassen, um seine Gesundheit zu kümmern, so wenig tauglich sind, bzw. wozu sie taugen: Ihr einzig wirklich garantiertes Ergebnis besteht darin, sich an der privaten Bewältigung von lauter gesellschaftlichen ‚Umständen‘ abzuarbeiten, die systematisch krank machen;
    – wie verkehrt die Medizin mit ihrem praktischen Standpunkt der individuellen Betreuung die gesellschaftlichen Ursachen in den Blick nimmt; als äußeren Anlass und Auslöser von Beschädigungen an Körper und Geist der Gesellschaftsmitglieder, um deren Behandlung am einzelnen Patienten sie sich dann nach bestem Gewissen und naturwissenschaftlichen Wissen kümmert
  • welchen gesellschaftlichen Auftrag die Ärzteschaft mit ihren praktischen Hilfsdiensten an der Gesundheit der Patienten und ihren Ratschlägen zu ‚vernünftigerer‘ Lebensweise und besserem Umgang mit ‚gesundheitsschädlichen Gegebenheiten‘ erfüllt, was also das staatliche Gesundheitswesen leisten soll und leistet, wenn es allen Bürgern Zugang zu den Errungenschaften der Medizin gewährt: einen unverzichtbaren Beitrag zum Funktionieren einer Konkurrenzgesellschaft, deren Folgen der Staat betreut und in der sich die Leute zu ihrem nicht nur gesundheitlichen Schaden bewähren und behaupten müssen und wollen.

Der Vortrag will dazu einige Argumente liefern und zur Diskussion stellen.

Advertisements

Wann: Montag, 6. März 2016 um 19 Uhr
Wo: Infoladen Salzburg Lasserstrasse 26, 5020 Salzburg

Die Basisgruppe Gesellschaftskritik Salzburg [geskrit] lädt ein zu einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung zum Thema:
Roh, randalierend, rassistisch – also sittlich intakt: Der Fußballfan und seine Kultur
Referent ist ein Redakteur der Zeitschrift GegenStandpunkt

„Das hat mit Fußball- und Fankultur nicht das Geringste zu tun!!“
– heißt es über den Aufsteiger RB Leipzig, der nichts anderes tut als die 15 anderen Mannschaften der Liga, und seine „Dosen-Söhne“, die nichts anderes tun als die Fans der anderen Klubs;
– heißt es zugleich über diejenigen, die dieses Urteil über den RB Leipzig und seine Fans nicht nur teilen, sondern der Verachtung, die darin liegt, in Wort und Tat Luft verschaffen;
– heißt es regelmäßig von Seiten der Klub-Offiziellen, der Fan-Vertreter, der Presse … über diejenigen, die in und vor den Stadien ihre Anhänglichkeit an den eigenen Verein als Verachtung gegenüber jedem Gegner und seinen Fans ausleben;
– heißt es über die dazugehörigen Gewaltexzesse auch aus dem Mund der Sprecher von Polizeidirektionen, die gleichwohl jedes Fußballspiel als wöchentlichen Ausnahmezustand vorbereiten;
– heißt es so regelmäßig wie eintönig über alle ‚Vorfälle‘ von Rassismus und sonstigen Formen von Diskriminierung, die eintönig und regelmäßig ‚am Rande‘ des fröhlichen Rasenballspiels auftreten.
Was für ein Quatsch, das alles. Jeder weiß, dass ‚so etwas‘ ganz fest zum Fußball und seiner Fankultur gehört. Wir erklären auf unserer Veranstaltung, wieso und inwiefern. Und wir klären damit auch, warum diese bedeutende Parallelgesellschaft ihren guten Ruf in der Nation einfach nicht verliert.

Wann: Samstag 10. Dezember 2016 um 19 Uhr
Wo? Infoladen Salzburg Lasserstrasse 26, 5020 Salzburg

Die Basisgruppe Gesellschaftskritik Salzburg [geskrit] lädt ein zu einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung zum Thema:
Der Rechtsruck in den westlichen Demokratien: „Wir sind das Volk!“ im Krisenmodus
Referent ist ein Redakteur der Zeitschrift GegenStandpunkt

Ankündigungstext:
„Wir sind das Volk!“ – Dieser Ruf gilt seit zweieinhalb Jahrzehnten als größte anzunehmende Aufmüpfigkeit und Anspruchshaltung eines Volkes gegenüber seiner Herrschaft, ohne die es peinlicherweise noch nicht einmal wüsste, wem es diese Tatsache mitteilen sollte. Woher kommt das?

„Wir sind das Volk!“ – In diesem empörten Aufschrei darf jede Unzufriedenheit mit jeder der beschissenen sozialen Lagen mitgedacht werden, von denen das Volk so viele – und in Krisenzeiten immer mehr – auszuhalten hat. Und gleichzeitig wird keine einzige davon in dieser Parole benannt. Wie geht das?

„Wir sind das Volk!“ – Diese stolze Selbstbezichtigung zielt so selbstverständlich, dass es nicht einmal dazu gesagt werden muss, vor allem darauf ab klarzustellen, dass andere nicht zu diesem feinen Kollektiv gehören. Dass denen also diejenigen Privilegien zu entziehen sind, von denen die Rufer aus irgendeinem Grunde der Meinung sind, sie seien mit der Zugehörigkeit zum Volk – zumindest eigentlich – verbunden. Wie kommen sie darauf? Den Rest des Beitrags lesen »

RSS Gruppen gegen Kapital und Nation