Reich und Arm driften auseinander – so heißt es. Doch wenn man die ganze Welt anschaut, stimmt das überhaupt nicht.

Mit diesem Satz beginnt der Artikel Globalisierung: Nach oben gehangelt auf ZeitOnline. Mit vielen Zahlen und Statistiken soll folgendes belegt werden:

Die Erzählung vom Niedergang der Mittelschicht und dem Anstieg der Armut ist in ihrem Kern von einer westlichen Sicht der Dinge geprägt. Für einen großen Teil der Menschheit hingegen gilt: Die Welt ist heute materiell betrachtet in einem besseren Zustand als in der vermeintlich guten alten Zeit.

Ob nun die Statistik, dass im Vergleich vor 10 Jahren weit mehr Menschen über 1,90 US Dollar pro Tag verfügen, beweist, dass sich die Lebensbedingungen dieser Menschen verbessert hat, ist fraglich (kurzes Stichwort: Subsistenz vs. Lohnarbeit). Weiters kann mensch sich die Frage stellen, ob der Zugang zu Trinkwasser auch schon zugleich die gesicherte Versorgung darstellt (kurzes Stichwert: Güter nur für die, die es sich leisten können).

Doch nehmen wir an all diese Zahlen und Statistiken treffen zu, so stellt sich für ZeitOnline folgende Frage:

Weil die Welt in Staaten eingeteilt ist, ist die globale Dimension der Einkommensverteilung bislang kaum Gegenstand öffentlicher Debatten. Dabei wirft sie einige extrem knifflige moralphilosophische Fragen auf: Ist es beispielsweise ein Skandal, wenn es in Deutschland mehr Arme gibt, weltweit aber weniger? Und wenn die Armen in Deutschland unter der Globalisierung leiden, die Armen in Laos aber von ihr profitieren: Ist es dann legitim, die Globalisierung zu bekämpfen, obwohl doch ein laotischer Armer erheblich ärmer ist als ein deutscher Armer?

Kurz gesagt: Sollten wir die Globalisierung nicht dafür loben, dass sie Menschen in ärmeren Gegenden bevorteilt und die Nord-Süd Einkommensschere verringert? Den Rest des Beitrags lesen »

Nächster Diskoabend Termin im Infoladen: Dienstag 15.11 um 19 Uhr

Wer gegen den Kapitalismus argumentiert, der*die führt die Armut der Massen gegen ihn ins Feld. Doch werden die Leute wirkllich immer ärmer oder stimmt es, was ein Artikel der ZeitOnline meint: „Reich und Arm driften auseinander – so heißt es. Doch wenn man die ganze Welt anschaut, stimmt das überhaupt nicht.„. Diesen Text und dessen Inhalt diskutieren wir an diesem Abend…

Was ist nun dieser ominöse Diskoabend? Wir lesen gemeinsam nicht nur die beliebtesten Text der 70er und 80er Jahre, sondern auch aktuelle politische Thesen, Analysen oder auch ganz einfach Zeitungsartikel. Wir diskutieren gemeinsam und solidarisch und versuchen so die Welt ein Stück weit besser zu verstehen und so veränderbar zu machen. Kurz: Im Vordergrund steht diesmal weniger Party und Musik, sondern Grübeln und Diskutieren.

Wer selbst Texte mitnehmen will kann das gerne tun. Notwendig wird es nicht sein, Kopien sind vorhanden. Vorkenntnisse sind keine vonnöten!

Nächster Diskoabend Termin im Infoladen: Dienstag 18.10 um 19 Uhr

An diesem Abend wollen wir uns dem Thema China und der sogenannten Stahlkrise widmen. So wird z.b. im derStandard berichtet:

Alarm in der Stahlbranche. ArcelorMittal schreibt Milliardenverlust, ThyssenKrupp und Salzgitter halten sich nur dank harter Sparprogramme in den schwarzen Zahlen. Grund sind Überkapazitäten und Preisverfall, die durch eine Stahlschwemme aus China und Russland verstärkt werden. Hinzu kommt, dass die Nachfrage weit unter dem Niveau von 2007 liegt. Das setzt der Branche zu – und scheucht die Politiker auf.
[derstandard.at]

Wir wollen uns anhand eines kurzen Kommentars aus der Ausgabe 3-16 des Gegenstandpunkts mit dem Titel Vor 15 Jahren versprochen, jetzt von China gefordert,  vom Westen bezweifelt: Ist China eine Marktwirtschaft? diskutieren, was nun dran ist an der „Schwemme“ und den „unfairen Subventionen“.

Was ist nun dieser ominöse Diskoabend? Wir lesen gemeinsam nicht nur die beliebtesten Text der 70er und 80er Jahre, sondern auch aktuelle politische Thesen, Analysen oder auch ganz einfach Zeitungsartikel. Wir diskutieren gemeinsam und solidarisch und versuchen so die Welt ein Stück weit besser zu verstehen und so veränderbar zu machen. Kurz: Im Vordergrund steht diesmal weniger Party und Musik, sondern Grübeln und Diskutieren.

Wer selbst Texte mitnehmen will kann das gerne tun. Notwendig wird es nicht sein, Kopien sind vorhanden. Vorkenntnisse sind keine vonnöten!

Diese Fragen stellt sich Philipp Maier – Partner und Arbeitsrechtsexperte bei Baker & McKenzie – in einem Beitrag im derStandard.at.

Etwas durchzieht den Text im derStandard.at: Die gesellschaftlichen Widersprüche, die sich im Arbeitsrecht manifestieren, werden als Zufälligkeiten, als etwas das „halt so ist“ dargestellt. Welcher Widerspruch zwischen welchen Interessen ist von uns hier gemeint?

An der Lohnarbeit gibt es zwei Interessen: Für die Unternehmen – die arbeiten lassen – zählt vor allem eins: Ist die Arbeit rentabel? Wenn sie es ist, kann es davon nicht genug geben. Ist sie es nicht, soll sie nicht passieren und auch niemand dafür gezahlt werden. Aus der Sicht der Arbeitnehmer*innen, der Lohnabhängigen, stellt sich die Lage natürlich „etwas“ anders da.

Aus genau diesem Interesse der Unternehmen an Arbeit ergeben sich einige Konsequenzen. Diese Konsequenzen und Auswirkungen auf die Arbeitswelt von Arbeitenden verschweigt der Artikel auch gar nicht. Den Rest des Beitrags lesen »

Seit einiger Zeit Zeit sind wir in Österreich und Deutschland mit unserem Workshop „Kaufen gegen den Kapitalismus?!“ zur Kritik der Konsumkritik unterwegs. Neulich haben wir von Genossen eine Kritik daran erhalten, die wir für zutreffend halten und deren Inhalt wir hier darlegen möchten. Änderungen am Workshop und am Text folgen im Laufe der Zeit und werden gesondert angekündigt. Um die Kritik und ihre Folgen nachvollziehbar zu machen, werden wir den alten Text auf unserer Seite archivieren.

Wie wir den Fehler der Konsumkritiker unterstützten

Konsumkritiker betrachten die ganze Welt der Produktion und Verteilung von Gütern unter einem Gesichtspunkt: Wie kann ich den Konsum dazu einsetzen, diese Welt anders, also besser, zu gestalten? Von diesem falschen Standpunkt 1 ergeben sich verkehrte Konsequenzen:

  • Wir sehen das Profitstreben von Unternehmen als den Grund all der Übel, welche Konsumkritiker anprangern. Ihnen erscheint dieses Profitstreben jedoch als Möglichkeit mittels Kaufentscheidungen bzw. Boykotts steuernd in das Geschäft von Unternehmen eingreifen zu können. Anstatt also den Grund der ganzen Übel – das Profitstreben – abschaffen zu wollen, freuen sich Konsumkritiker über diesen Hebel, mit dem sie versuchen Unternehmen zu beeinflussen.
  • Der Lohn, den ein Lohnabhängiger vom Unternehmen erhält um täglich in die Arbeit zu kommen, wird von Konsumkritikern als Mittel für diese Eingriffe in das Verhalten von Unternehmen gesehen.
    Anstatt also den Lohn als schlechtes Mittel 2 zur Bedürfnisbefriedigung zu erkennen, wird dieser als Mittel zur Verbesserung der Welt gesehen.
  • Letzendlich wird der Konsum für Konsumkritiker zu etwas ganz anderem als das Benutzen von Dingen und Dienstleistungen. Sie sehen in ihm nur mehr ein Mittel dafür, die Welt positiv zu verändern. Dabei sollte doch der Konsum das Ergebnis einer sinnvollen – sprich an der Bedürfnisbefriedigung der Menschen ausgerichteten – Wirtschaft und nicht das Mittel zum Verhindern der allergröbsten Übel dieser Wirtschaftsform sein.

Der erste Teil unseres Workshops zeigte anhand der Produktion etwas auf: Der Lohn ist notwendigerweise gering und deswegen als Mittel der Konsumentenmacht recht schmächtig. Das stimmt auch, zeigt jedoch nicht auf, dass der Lohn gar nicht dafür da ist, als Mittel zur Gesellschaftsveränderung eingesetzt zu werden. In unserem alten Text zeigen wir nur auf, dass er dafür einfach nicht gut geeignet ist. Den Rest des Beitrags lesen »

In Frankreich brodelt es. Das sogenannte „El Khomri Gesetz“, benannt nach dem französischen Arbeitsminister, sieht unter anderem eine Verlängerung des Arbeitstags vor, Erleichterungen bei Kündigungen und Einschränkungen der Rechte von Gewerkschaften.1 Das erregt die Wut vieler Franzosen, welche sich aufgrund dessen jeden Tag zu großen Versammlungen auf öffentlichen Plätzen bis in die Nacht hinein treffen. Sie wurden ganze Nächte lang durchgehalten und deswegen „nuit debouts“2 genannt. Dies ist nun auch der Name für die Bewegung. Mittlerweile findet aber vieles mehr statt. So werden Raffinerien und Atomkraftwerke blockiert, Druckereien, Flughäfen und öffentlicher Nahverkehr bestreikt usw.. Die Bewegung wird in der deutschsprachigen Linken abgefeiert – verdientermaßen?

Politökonomie

Der politökonomische Inhalt des Gesetzes ist es, die Arbeit in Frankreich rentabler zu machen. Also dafür zu sorgen, dass für Unternehmen von jeder Arbeitsstunde die sie arbeiten lassen mehr Geld übrigbleibt. Wie wird dies durch das neue Gesetz erreicht?

Arbeitszeitverlängerung

Sehen wir uns zuerst die Arbeitszeitverlängerung an. Oberflächlich erscheint es nicht so, dass diese Verlängerung die Arbeit billiger, also rentabler macht. Vorallem da für die zusätzlichen Stunden sogar mehr bezahlt werden muss. Jedoch führen solche gesetzlichen Bestimmungen über die Hintertür doch zu einer Verbilligung der Arbeitskraft – und zwar durch die Konkurrenz der Lohnarbeiter.
So führt eine Arbeitszeitverlängerung dazu, dass die notwendige Arbeit der Gesellschaft von weniger Arbeitern geleistet wird – also mehr Arbeitslose um die offenen Stellen konkurrieren. Dies erhöht die Macht der Unternehmen weniger Lohn anzubieten und schwächt die Macht der einzelnen Arbeiter mehr Lohn zu verlangen. Daher sinkt der Lohn insgesamt. Da die Arbeitslosigkeit in Frankreich jedoch allgemein schon hoch ist wird dieser Effekt eher gering sein.
Der zweite Effekt betrifft die Rechnung der Arbeiter selber. Für sie muss der Lohn den sie erhalten ungefähr zum Überleben reichen, ansonsten könnten sie nicht lange arbeiten. Der Lohn den sie erhalten, kommt zustande durch die Anzahl der Stunden die sie arbeiten, multipliziert mit dem Stundenlohn. Vergrößert sich nun die Anzahl der Stunden, so kann der Stundenlohn sinken ohne dass die Arbeiter dadurch zugrunde gehen3. Das heißt, Arbeiter können Arbeitsangebote mit niedrigerem Arbeitslohn annehmen. Die Unternehmen nutzen das indem sie den Arbeitern immer schlechtere Angebote machen, die diese durch die Konkurrenz mit den anderen Arbeitern annehmen müssen, wenn sie einen Arbeitsplatz haben wollen, und drücken damit das Lohnniveau.
Ein niedrigerer Lohn bedeutet nun aber, dass die Arbeiter verstärkt ausgebeutet werden. Sie arbeiten einen kleineren Teil des Tages daran, für ihre Reproduktion und einen größeren Teil des Tages für ihr Unternehmen. Dadurch wird die Arbeit rentabler.

Kündigungsschutz

Wie sieht es mit den Lockerungen des Kündigungsschutzes aus? Zuerst einmal wirkt sich dieser so aus, dass Unternehmen Arbeiter die nicht mehr rentabel sind, einfacher kündigen können: Also unrentable Arbeitstellen besser abbauen können. Das bewirkt wiederum auch mehr Arbeitslose, da nun Arbeiter gefeuert werden können die man zwar als unrentabel einschätzt, aber nicht so sehr dass sich der Aufwand für die Küngigung gelohnt hätte. Durch verstärkte Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt bedeutet das wiederum niedrigere Löhne, also höhere Rentabilität.
Dieser Effekt ist nur einer von zwei Möglichen: Es könnte auch sein, dass Unternehmen eher dazu bereit sind Arbeiter einzustellen, bei denen sie sich nicht so sicher sind ob sie sie wirklich brauchen können, einfach weil sie sie einfacher feuern können falls die Arbeiter dann doch nicht gebraucht werden. Welcher dieser beiden Effekte dann überwiegt, ist schwer vorauszusehen.
Weil die Möglichkeit der Kündigung nun verstärkt im Raum steht (es ist ja nun einfacher), erhöht sich der Druck auf die Arbeiter. Sie werden darauf festgelegt in einer Art und Weise und so intensiv zu arbeiten, dass am Ende der vom Unternehmen gewünschte Effekt rauskommt: Nämlich möglichst viel Profit. Neben dieser Drohung kann der lockerere Kündigungsschutz natürlich auch gleich verwendet werden, um unproduktive Arbeiter einfach mit billigeren/hörigeren zu ersetzen. Dies senkt direkt die Löhne. Den Rest des Beitrags lesen »

In der Zeit ist vor kurzem ein Artikel zu den anhaltenden Protesten in Frankreich erschienen. Die Proteste richten sich gegen Pläne des Staates den Kündigungsschutz aufzuweichen. Der Artikel ist so blöd dass er Kommentar verdient.

Zuerst stellt der Autor fest was Tatsache ist: In Deutschland wird im festen gesetzlichen Rahmen nur dann gestreikt wenn alle anderen Mittel der Sozialpartnerschaft erschöpft sind, und nur um der Höhe nach miese Lohnerhöhungen. In Frankreich dann wenn der Schuh drückt, sei es nun ein Gesetz oder irgendetwas, und in der Regel so lange und wild bis der Stein des Anstoßes aus dem Weg ist.

Das legt der Autor um auf die wirtschaftliche Lage beider Länder:

Seit vielen Jahren geht das nun schon so und zwar offensichtlich zum Vorteil Deutschlands.

Das könnte der Anfang sein sich zu überlegen in was für einer Gesellschaft man eigentlich lebt, in der es für die Lage von Ländern vom Nachteil ist wenn der Großteil der Bevölkerung seine Interessen vertritt und auch gegen Widerstand durchsetzt. Tatsächlich ist es ja so, dass Staaten mit ihren Wirtschaften untereinander in Konkurrenz stehen, und es diesen besser geht je mehr Gewinn sie machen, je weniger Lohn also die Arbeiter erhalten welcher immer Abtrag vom Gewinn ist. Für den Autor ist das jedoch ein guter Grund, das protestieren sein zu lassen.

Nun macht endlich Kompromisse und Reformen, dann wird’s schon!

Weil der Autor sich dann auch gar keinen materiellen Grund, keine Unzufriedenheit mehr vorstellen kann welche dazu führt dass man sich gegen staatliche Handlungen auflehnt, schließlich gehts allen gut sobalds der Wirtschaft gutgeht, und der gehts gut wenn die Lohnabhängigen ständig Kompromisse machen, verfällt er als Erklärung auf die Geschichte:

Um diese Protesthaltung zu verstehen, müssen die Deutschen tief in die französische
Geschichte blicken.

Als wären kommunistische Gewerkschafter im und nach dem Zweiten Weltkrieg der Grund dafur dass heutzutage Leute sich über Arbeitsmarktreformen zu ihrem Schaden aufregen. Wäre es wirklich so dass Franzosen aus holder Erinnerung an die französische Revolution und die Resistance Aufstand machen würden, bräuchten sie den Anlass nicht – dann gäbs halt Dauerstreik, warum auch immer. Den Rest des Beitrags lesen »

Die Basisgruppe Gesellschaftskritik Salzburg beschäftigt sich schon länger mit der Rolle des Konsums in dieser Gesellschaft und welche Kritiken es so daran gibt. Nun haben wir einen neuen Text geschrieben, der sich mit Phänomen von Statussymbolen und Konsum als Persönlichkeitspflege beschäftigt.

Nicht nur, aber auch von linker Seite gibt es eine Kritik am Konsum von Menschen in dieser Gesellschaft; an dieser Konsumkritik haben wir etwas auszusetzen. Kritisiert wird dabei eine behauptete “Gier des Menschen nach immer mehr und mehr”. Diese Kritik beruft sich zum Teil auf die nicht zu leugnende Existenz von Menschen, welche jedem neuen iPhone nachjagen, Markenklammotten kaufen oder mit teuren Edelkarossen protzen. Wir behaupten: An einer dem Menschen inneliegenden unbändigen Gier liegt das nicht, sondern es ist ein nachvollziehbarer Umgang mit der Art und Weise, wie in dieser Gesellschaft gewirtschaftet wird. Das wollen wir mit diesem Text zeigen.

Wer neugierig ist, wie wir zu diesem Fazit kommen, sollte unseren neuen Text lesen. Über Feedback, Kritik und Diskussion freuen wir uns natürlich!

Im Standard steht ein Interview mit einem Nachhaltigkeitsforscher. Darin breitet er seine nachhaltiggeforschten Ansichten zu Wirtschaft und Politik aus. Die sind ein gutes Beispiel für den weitverbreiteten, staatsbürgerlichen Idealismus, und sollen deswegen hier kritisiert werden.

Als Nachhaltigkeitsforscher an einer bürgerlichen Universität hat Jackson eine Aufgabe, und die hat er verstanden: Jedweden Gegenstand der ihm unter die Nase kommt zu begutachten, um ihn auf Nachhaltigkeit abzuklopfen. Nicht zu verwechseln ist so eine Tätigkeit damit, sich Sachen zu erklären – aber das sollte aus den folgenden Beispielen hervorgehen.
Nun denn, es ist kein Rätsel – blickt man in die Welt unter dem Gesichtspunkt Nachhaltigkeit, dann springt einem schnell mal die Wirtschaftsweise ins Auge:

Nur dem Wachstum nachzujagen hat große Konsequenzen für alle. Was den Verbrauch von Ressourcen betrifft, die Schädigung der Umwelt, den Klimawandel, den Verlust an Biodiversität, die Auswirkungen auf unsere Böden. Es beeinflusst auch, was für die Ärmsten der Welt noch an Steigerung der Lebensqualität drinnen ist.

Nun, wenn man das schon so feststellt, dann könnte man sich doch fragen warum eigentlich ständig so sehr nach Wachstum geschielt wird, wenn doch die schlechten Folgen so offensichtlich sind? Vielleicht gibt es ja in der kapitalistischen Gesellschaft gar einige Zwecke die verfolgt- und Abhängigkeiten die beachtet werden müssen.
So brauchen die meisten Leute einen Arbeitsplatz um sich einen Lebensunterhalt zu verdienen. Dafür braucht es aber auch Unternehmen die Gewinne machen, da diese nur Leute anstellen wenn sie sich für sie lohnen. Und deren Wohlergehen hat der Staat im Blick, der für das Wachstum allerlei Anstrengungen nach innnen und nach außen unternimmt, für die er wiederum auf die Wirtschaft als Machtbasis angewiesen ist.
Das alles würde erklären warum Wirtschaftswachstum hier notwendig ist und von allen verfolgt wird – aber dass ist die Sache von Jackson nicht.

In vielen armen Ländern gibt es noch Aufholungsbedarf, es gibt keine ordentlichen sanitären Einrichtungen, keine stabile Stromversorgung, nicht ausreichend zu essen, die Kindersterblichkeit ist hoch. Das alles kann man beheben, wenn die Einkommen steigen. Ab etwa 10.000 Dollar Einkommen pro Kopf kriegt man diese Probleme in den Griff. Danach ist der Fortschritt nur mehr gering.

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Am Mittwoch den 16.3.2016 um 20 Uhr halten wir einen Workshop zum Thema „Kaufen gegen den Kapitalismus?! Eine Kritik der Konsumkritik„. Dieser findet in München im Cafe Marat statt.

Details zur Veranstaltung findet ihr auf der Seite des Linken Kalenders in München. Wir freuen uns über Begleitung. Meldet Euch einfach via geskrit@riseup.net.

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