WannMittwoch, 11. April · 19:00
WoSub Salzburg – Müllner Hauptstraße 11b, 5020 Salzburg

Die Finanzkrise macht sich als “Staatsschuldenkrise” weiterhin breit und veranlasst die politisch Herrschenden dazu, ihre BürgerInnen mit (weiteren) Sparpaketen zu beglücken. Wenig überraschend treffen die unter dem Titel “Schuldenbremse” daherkommenden Maßnahmen zuallererst die Lohnabhängigen. Deren weitere Verarmung soll die Verschuldungsfähigkeit der Staaten auf dauerhafte Grundlage stellen – denn auf Kredite, und seien es auch nur welche, die der Zurückzahlung von alten Krediten dienen, will und kann kein bürgerlicher Staat verzichten. Die notwendige Kreditwürdigkeit demonstrieren Staaten durch Wachstum und Wachstumsaussichten. Kapitalistisches Wachstum wiederum erfordert Unternehmen, die Geschäfte wittern. Da bei diesen der Lohn der Lohnabhängigen in der Kalkulation als Abzug vom Gewinn auftaucht, kommt man ihnen staatlicherseits gerne mit Maßnahmen entgegen, die die Lohnsenkung befördern.

Im Workshop werden nicht nur die Maßnahmen des Sparpakets behandelt, sondern auch die sich um diese rankenden Ideologien. Gleichzeitig wird klar werden, dass man, wenn man dem Kapitalismus das Däumchen drückt, um Verarmungsmaßnahmen nicht herumkommt. Das aktuelle österreichische Sparpaket ist nicht einfach nur eine Brutalität von SPÖ und ÖVP. Auch alle anderen Parteien, die zur Standortverwaltung antreten, würden ähnliche Maßnahmen setzen. Denn Kapitalismus ist nur mit dauerhaft verarmter Mehrheit zu haben.

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