Die Basisgruppe Gesellschaftskritik Salzburg [geskrit] ist jetzt auch auf Instagram zu finden. Neben Veranstaltungsankündigungen und Textempfehlungen werdet ihr mit allerlei anderen „unterhaltsamen“ und „fetzigen“ Bildern belohnt.

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Auf der Website der Gruppen gegen Kapital und Nation gibt es nun eine Seite auf der alle (noch für gut befundenen) Broschüren und Flugblätter zu finden sind. Eine komfortable Art und Weise sich einen Überblick über die inhaltliche Arbeit der Gruppen zu verschaffen. Einfach mal reinschauen, PDFs runterladen und bei Gefallen bestellen und verteilen!

Ort: Anna 96 – Vereinslokal der autonomen Wohnfabrik in der Poschingerstraße 10
Datum und Zeit: Dienstag 18. Juni um 18 Uhr

In einer Diskussion mit befreundeten Marxist*innen, die sich um Wert(kritik) und was eigentlich am Kapitalismus zu kritisieren ist gedreht hat, wurde die Idee geboren, sich mit dem Begriff „Wert“ im Kapital von Marx noch einmal auseinander zu setzen.

Gemeinsam lesen wir den Text „Der Wert“ – einen Text des Gegenstandpunkts und diskutieren darüber. Jeder eingeladen derdie Interesse zum Thema hat. (Wir überspringen die Einleitung und starten bei I.1)

Teaser:

[…] Die Tatsache, dass der Reichtum an Gütern, von denen die Menschen heutzutage leben, arbeitsteilig produziert wird, dass also in jedem Produkt ein Stück der gesellschaftlich geleisteten Arbeit steckt, ist banal und nichts, was zu beweisen oder zu erklären wäre; auch Marx macht davon kein Aufhebens. Von Interesse ist die Frage, welchen Zwecken und Notwendigkeiten eine arbeitsteilige Produktion gehorcht, in der keine planende Instanz die Arbeit aufteilt, in der weder die inhaltliche Spezifikation noch der jeweilige Umfang der zu leistenden Arbeiten bedarfsgerecht festgelegt oder überhaupt ermittelt werden; in der vielmehr die Herstellung des Reichtums an Gütern auf Gelderwerb berechnet ist und seine Verteilung übers Geld stattfindet. […]

Imperialismus, so lernt man es in der Schule, das war die Politik von Staaten vor 100 Jahren. Da gab es noch richtige Imperien, die Kolonialreiche, wie z.B. das British Empire. Diese Zeit ist vorbei und daher gäbe es heute keinen Imperialismus mehr.

Der Text der Gruppen gegen Kapital und Nation stellt sich die Frage: Wie sieht es damit heute aus?

Sonne, Sommer, Theorie! Zu entspannten Uhrzeiten werden zweimal täglich mehrere parallele Workshops angeboten, die, wie „im echten Leben“, in Konkurrenz zu anderen schönen Beschäftigungsmöglichkeiten wie schwimmen, schlafen, spazieren oder Lagerfeuerromantik (sehr umstritten!), stehen.

Das Camp wird in Niedersachsen stattfinden und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen sein.

Details und Anmeldung findet ihr auf der Website von Gruppen gegen Kapital und Nation.

Es wird auf jedenfall Menschen aus Salzburg geben, die das Sommercamp besuchen. Wenn Ihr Lust habt gemeinsam zu reisen, meldet euch einfach per Mail an geskrit@riseup.net .

Critisticuffs – unsere englischen Freund*innen von Gruppen gegen Kapital und Nation haben einen kurzen Text zum Thema Steuern geschrieben.

Some people feel good because they pay their taxes. For a left wing person they may feel that they deserve more NHS, for a right wing person more responsible spending. These arguments often start from the person saying ‘I pay my taxes…’. We say – so what?

Ort: soli.cafe – Schallmooser Hauptstraße 31
Datum und Zeit: Donnerstag 4. April um 19 Uhr

Eine Veranstaltung der Basisgruppe Gesellschaftskritik Salzburg (https://geskrit.wordpress.com) und Gruppen gegen Kapital und Nation (https://gegen-kapital-und-nation.org) in Kooperation mit Solidarisches Salzburg.

Was ist die EU? Friedensmacht oder ein Europa der Banken und Konzerne

Die Linke in Europa ist in ihrer Beurteilung der EU gespalten: Ist sie ein Friedensprojekt gegen nationalen Chauvinismus oder ein Europa der Banken und Konzerne?

Letzteres Urteil ist komisch, weil sich in der EU ja keine Banken und Konzerne zusammengetan haben, sondern Nationalstaaten. Sie haben sich jeweils einen nationalen Vorteil von dem Bündnis versprochen und betrachten die EU dementsprechend immer noch als Mittel für den nationalen Erfolg. Das lief nie ohne Streit ab und die bereits eingerissenen Verflechtungen der Länder miteinander, die mit der Entwicklung der EG/EU, voranschreiten, sind dabei immer als wechselseitiges Druckmittel eingesetzt worden. Das provozierte weiter Gegenwehr und der anhaltende Streit drohte das Gesamtprojekt zu schwächen. So standen die Länder immer wieder vor der Alternative: a) An die EU mehr Kompetenzen abtreten und die Gemeinschaft gegen die vielen nationalen Einzelinteressen zu stärken. Oder aber b) die vielen nationalen Einzelinteressen mehr zu berücksichtigen und dafür das Projekt rückabzuwickeln. Letzteres bedeutet dann: Auf die Stärke, die die Gemeinschaft der eigenen nationalen Position in der Welt gibt, muss ein Stück weit verzichtet werden. Diese Art und Weise, wie sich das Bündnis weiterentwickelt hat, soll anhand von Beispielen auf der Veranstaltung erklärt werden.

Fraglich ist dann aber auch die andere linke Einschätzung, nach der die EU den Frieden in Europa und in der Welt befördere. Immerhin heizt ja gerade der Widerspruch, dass Staaten die EU für ihren nationalen Erfolg benutzen wollen und dafür andere nationale Interessen in der EU klein halten wollen, den Nationalismus ordentlich an. Und wenn z.B. die Grünen in Deutschland so zur Europawahl antreten: „Wir wollen Europas Rolle in der Welt stärken und die EU wieder handlungsfähiger machen.“; ist das dann die Abwesenheit einer Großmachtphantasie?

Dass ein Europa von souveränen Vaterländern (FPÖ, AfD etc.) keine vernünftige Sache ist, ergibt sich alleine aus der Erklärung und Kritik der EU, die immerhin ein Bündnis von Staaten ist, das die nationale Größe der jeweiligen Länder in der Welt als ganzen Zweck in sich trägt. Was von der nationalen Sache also überhaupt zu halten ist, wäre allemal zu klären, bevor man sich in die falsche Alternative von mehr Nationalstaat versus mehr EU reindenkt.

Ort: Unipark Salzburg / Erzabt-Klotz-Straße 1 / Raum 1.009 / 1 Stock
Datum und Zeit: Mittwoch 3. April 2019 um 18 Uhr

Eine Veranstaltung der GRAS Salzburg (https://www.facebook.com/GRASSalzburg/) in Kooperation mit der Basisgruppe Gesellschaftskritik Salzburg (https://geskrit.wordpress.com) und Gruppen gegen Kapital und Nation (https://gegen-kapital-und-nation.org).

Der rechte Standpunkt und die EU am Beispiel AfD: Die Wiederherstellung der Volkseinheit braucht staatliche Souveränität

Die Unzufriedenheit mit den Leistungen der EU für die jeweilige Nation ist notorisch in jeder Partei beheimatet. Und je nach Partei und Nation und Lage kommt es auch zu Urteilen, dass die EU gerade eher kein großer Beitrag für den nationalen Erfolg ist. So hat auch die AfD angefangen, als sie kritisierte, dass mit den „Hilfspaketen“ für Griechenland die deutsche Kreditwürdigkeit einer zu großen Gefahr ausgesetzt werden würde. Mittlerweile sind die Gründungsväter weg und die AfD hat sich weiterentwickelt. Sie kritisiert nicht mehr diese oder jene Entscheidung der EU-Kommission, sondern beklagt den generellen Souveränitätsverlust der Nationen innerhalb der EU. Sie propagiert ein Europa der Vaterländer statt einem Bündnis mit supranationalen Institutionen. Damit steht sie in einer Reihe mit Orban, FPÖ, Front National und anderen rechten Standpunkten, die auf dem Vormarsch sind.

Auf der Veranstaltung soll dieser Standpunkt am Beispiel der AfD analysiert und kritisiert werden. Dabei sollen scheinbar zwei sehr unterschiedliche Ausgangspunkte des rechten Standpunktes dargestellt werden, und wie sie in der EU-Kritik münden: a) Die Krisendiagnose, dass das Volk kaputt gehe und b) die sich verändernde weltpolitische Lage. Aus beidem ergibt sich für die Rechten die Forderung nach einer neun Form staatlicher Souveränität.

Auf die EU-Pläne von Merkel und Macron wird in der Veranstaltung Bezug genommen, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede mit den Rechten herauszuarbeiten. Nebenbei ergibt sich dabei, dass deren Großmachtsphantasien sich locker mit der AfD messen lassen können. Beide Seiten streben Machtvollkommenheit an – die Wege unterscheiden sich.

Am Freitag den 27. Juli 2018 17:00 – 18.30 findet in der Autonomen Wohnfabrik eine Veranstaltung der Basisgruppe Gesellschaftskritik Salzburg mit dem Titel „Einige Mythen über den Kapitalismus richtig gestellt“ statt. Dies passiert ihm Rahmen der Skillfabrik, welche ihr von Freitag bis Sonntag in der Autonomen Wohnfabrik besuchen könnt.

In diesem Workshop wollen wir uns näher mit dem Kapitalismus auseinandersetzen und gemeinsam solche Fragen diskutieren wie: „Was macht den Kapitalismus im Kern eigentlich aus? Gibt es heutzutage überhaupt noch Ausbeutung?“ oder auch „Sind nicht Unternehmer*innen genauso Opfer des Kapitalismus wie Lohnabhängige“ und einige mehr.

Der Fokus des Workshops liegt in der gemeinsamen Diskussion und dem Klären spannender Fragen die in dieser Diskussion aufkommen.

Das antinationale Sommercamp der Gruppen gegen Kapital und Nation findet dieses Jahr in Niedersachsen im Norden Deutschlands statt. Wann? Vom 18. bis 22.7 2018. Anmelden und mehr erfahren könnt ihr auf der Website der Gruppen gegen Kapital und Nation.

Es werden auch Menschen aus Salzburg dorthin fahren. Wer Interesse hat auch teilzunehmen und gemeinsam reisen will, meldet sich einfach via geskrit@riseup.net .